Lesermeinungen zur Europameisterschaft 2009
Viele Gründe und Erklärungen...
Ich war 2009 in Fontainebleau und habe den Triumph von Michi Jung und das Ausscheiden der übrigen deutschen Teilnehmer vor Ort verfolgt.
Die Aussage von Andreas Dibowski, dass ab Sprung 6 keine Erholungssprünge mehr kamen, stimmt so nicht ganz: es kamen immer wieder eher freundliche Sprünge, ich nenne z.B. 17/18, zwei Tische in guter Distanz. Es ist aber richtig, dass auch diese "Füllsprünge" in den Abmessungen dem Niveau der Prüfung entsprachen.
Das Argument der zunehmenden Demotivation mag für Air Jordan stimmen, der erst im letzten Wasser den Dienst verweigerte. Drei deutsche Teilnehmer schieden an der Folge 14a/b aus, wo ich mir Motivationsprobleme noch nicht so ganz vorstellen kann.
Vielleicht sollte man sich mal Gedanken darüber machen, warum gerade 5 Deutsche ausschieden, aber eine ganze Reihe Reiter auch von weniger erfahrenen Nationen ins Ziel kamen. Ein Grossteil war sicher schlicht und einfach Pech! Hinterher sucht man immer viele Gründe und Erklärungen....
Helmut Mett
Wer ist unter Druck gesetzt worden?
Michael Jung und Sam haben bravourös erledigt, was die Trainerorder besagte: Schnell und null im Gelände ins Ziel kommen, um so die Konkurrenz unter Druck zu setzen.
Kann es sein, dass weniger die Konkurrenz der anderen Teams als die eigenen Mannschaftsmitglieder unter Druck gesetzt worden sind? Daheim am Bildschirm sah es jedenfalls so aus, als ob zumindest Ingrid Klimke und Frank Ostholt wie von der Tarantel gestochen losgeritten sind. Vielleicht hatte mancher im deutschen Team mehr eine Einzelmedaille als ein mannschaftstaugliches Resultat im Hinterkopf?
Das wäre allerdings nach dem beeindruckenden und geschlossenen Auftritt von Hongkong kein gutes Omen für künftige Championate.
Hinrich Schniegl
Ihre Meinung zum Thema?
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