Buschreiter.de — aktuell: Portrait Marc Fiege

Erfolgreiche Wochenend-Beziehung

VON CARSTEN RÖHNERT

Er ist ein richtiger "Internationaler". Oxford, Madrid, Paris. Seit drei Jahren ist der 26-jährige Vielseitigkeitsreiter Marc Fiege aus dem westfälischen Greven jährlich in einem anderen Land, um sein BWL-Studium mit einem Studiengang für internationales Management aufzuwerten. Gleichzeitig hat er mit seinem Pferd Armani Erfolge in internationalen Vielseitigkeitsprüfungen bis zum Zwei-Sterne-Niveau gesammelt (Foto Julia Rau, das Paar 2000 in Achselschwang).

Bei der Europameisterschaft der Ländlichen Reiter 2003 war der Auslandsstudent für Deutschland am Start und holte sich den Titel — sowohl in der Einzel- wie auch in der Mannschaftswertung. Dabei war dieser Sieg im belgischen Minderhout der zweite von insgesamt drei auf Zwei-Sterne-Niveau in der Saison 2003, die sich Fiege mit Armani in Folge sicherte. Eine außergewöhnliche Leistung von Reiter und Pferd, die sich größtenteils "nur am Wochenende und zu den Turnieren sahen", wie Fiege im Gespräch mit buschreiter.de erzählt. Reiten steht bei Marc Fiege nicht an erster Stelle — spätestens nach dem erfolgreichen Abschluss des BWL-Vordiploms in Münster im Jahr 2000 fällte der Student die Entscheidung: Der Job und die Ausbildung dafür haben für die Zukunft Priorität, "Reiten ist mein Hobby". Das bedeutete, dass der auch im Dressursattel hoch erfolgreiche Reiter sich nur noch auf ein Pferd konzentrieren wollte. Er entschied sich für Armani und die Vielseitigkeit. Sein Dressurpferd Reino, mit dem er bereits zu Siegen bis in Grand Prix-Prüfungen geritten war und kurz zuvor in Bern noch die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften der Studentenreiter samt Mannschaftssieg geholt hatte, gab er an seine Schwester ab. Immerhin war er durch sie überhaupt erst zum Reiten gekommen, wie er erzählt. Er begann als Zwölfjähriger auf Ponys mit dem Dressurreiten — allerdings nicht zuletzt deswegen, "weil die beiden Ponys, die zur Verfügung standen, einfach nicht sprangen". Deren Nachfolger, Fast Fox, Porfeno und Emilio brachten Fiege im Juniorenalter dann schnell zu Erfolgen auf Landes- und Bundesebene. Voltissimo, den sich Marc Fieges Vater Ende ´93 als Jagdpferd gekauft hatte, öffnete dem jungen Dressurreiter dann die Tore ins Gelände. "Das Geländereiten hat mir sofort Spaß gemacht", sagt Fiege und: "Irgendwie war es auch netter bei den Vielseitigkeitsreitern". Dass damals der Vielseitigkeits-Landestrainer Horst Kresshacke im gleichen Stall in Greven zuhause war, beförderte den Sprung aus dem Dressurviereck ins Gelände zusätzlich. "Von da an ritt ich zweigleisig", erzählt Fiege, und auch in der Vielseitigkeit ging es im Juniorenalter bis zu Deutschen Meisterschaften mit regelmäßigen guten Platzierungen.Hier geht es weiter im Text!

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