Equitana: USG-Indoor
Spannende Busch-Lehrstunde im Saal
Friederike Topphoff-Kaup (Greven) hat die USG-Indoor-Prüfung auf der internationalen Pferdemesse Equitana gewonnen. Die 26-jährige Nachwuchsführungskraft der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bewältigte mit ihrem Vollblüter Aip xx die „Gelände“-Prüfung im Großen Messe-Ring in der schnellsten Zeit. Bildergalerie
Nur 78 Sekunden benötigte Topphoff-Kaup zum Überwinden der 13 Hindernisse, und das trotz eines „Vorbeiläufers“ am viertletzten Hindernis, ohne den sie noch einige Zehntelsekunden schneller gewesen wäre. Derselbe „Schnitzer“ unterlief später auch Mannschafts-Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster), die die Zuschauer vor Beginn der Prüfung mit einer kleinen „Lehrstunde“ auf den Geländetest eingestimmt hatte, an der auch die spätere Siegerin teilgenommen hat.
Schnell, aber mit Abwurf
Ingrid Klimke gab als letzte Starterin mit ihrem Nachwuchspferd Tabasco zwar alles, um ihre Schülerin zu schlagen, musste sich am Ende aber mit dem sechsten Platz zufrieden geben. Zweiter wurde dank einer fehlerfreien Runde der Warendorfer Andreas Ostholt mit Duquesa (78,7 Sekunden). Auf dem dritten Platz landete Christina Korte aus Telgte, die mit Sambucca die schnellste Zeit vorlegte, allerdings für einen Fehler am letzten Sprung – einem von zwei abwerfbaren Hindernissen im Parcours – vier Strafsekunden hinzuaddiert bekam (79,2).
Vorbereitung auf die grüne Saison
"Military" unterm Hallendach: früher undenkbar, inzwischen national wie international gang und gäbe. Mit dieser Art Prüfung wird den Eventern die Möglichkeit geboten, ihre Pferde auch in der sonst prüfungsfreien Zeit wettbewerbstauglich und -fit zu halten. So war auch die USG-Indoor Vielseitigkeit auf der 20. EQUITANA die reinste Werbung für diese Disziplin.
Auf diese Werbungsplattform sprang als Titelsponsor auch wieder die Firma United Sportproducts Germany (USG) auf. Die USG-Indoor-Vielseitigkeit bestand aus einem Zeitspringen mit Naturhindernissen, wobei elf der 13 Hindernisse aus festen, bis 1,15 Meter hohen Sprung-Elementen bestanden; lediglich zwei Hindernisse waren Parcours-Obstacles pur und abwerfbar. Für eine Hallen-Vielseitgikeit hatte der internationale Cross Designer Wilfried Thiebes die Springbahn aber auch wirklich „bunt“ und publikumswirksam gestaltet. So hatte der Mann aus Bonn neben den obligatorischen Hecken auch Schweinerücken, Eulennest und sogar einen überbauten Wassergraben in die Piste gestellt. „Es ist schon traumhaft, auf so einer Fläche von 65 mal 25 Metern einen Hallen-Cross zu bauen“, schwärmte er.
Ungewöhnlicher "Cross"-Modus
Trotz der großzügigen Fläche hatte er die Linienführung so angelegt, dass besonders rittige Pferde über kurze Distanzen auf das nächste Hindernis angesteuert werden konnten, während speziell noch junge Pferde besser auf längeren Wegen geritten wurden. Da es sich bei diesem Wettbewerb um eine Zeitspringprüfung handelte, bestraften sich die beiden ersten Refuses quasi von selbst; und jeder Abwurf wurde mit vier Strafsekunden geahndet.
Yoshi gibt Gas
Recht prominent war das Starterfeld in dieser Prüfung. So ritt unter anderem wie gesagt Ingrid Klimke, Mannschafts-Olympiasiegerin, mit ihrem erst neunjährigen Trakehner Tabasco hier mit. Die Siegerin Friederike Tophoff-Kaupp zählt jetzt nach ihrem Studium zu den Nachwuchs-Führungskräften der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Den vierten Platz teilte sich der japanische Olympiareiter (Hongkong 2008) Yoshi Oiwa auf seinen Olympiapferd, dem 13-jährigen Gorgeous George, mit Kai Steffen Meier/Pretty Darling CD aus Giessen.
Bildergalerie Equitana
www.usg-reitsport.de
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