EM-Nominierung
Dirk Schrade hat gleich zwei Optionen
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Das Team für die Europameisterschaft Ende September in Fontainebleau steht. Der DOKR-Vielseitigkeitsausschuss hat neben den bereits sicheren Kandidaten Dirk Schrade mit Gadget de la Cere und King Artus für das Championat ausgewählt.
Das Nachsehen hat Peter Thomsen, der sein Olympiapferd The Ghost of Hamish mit einer gewohnt sicheren Geländerunde präsentiert hatte. Schrade erhielt mit beiden Pferden den Vorzug vor Thomsen.
Paar mit Medaillenchancen
Bundestrainer Hans Melzer schrieb Schrade im buschreiter-Interview ausdrücklich "Medaillenchancen" zu. King Artus (Platz 11 beim Weltcupfinale in Strzegom) sei ein "tolles Pferd", das sich unheimlich weiterentwickelt habe. Alternativ nominiert wurde Schrade auch mit Gadget, obwohl das Paar am Samstag im Cross des CIC*** in Schenefeld am Coffin unsanften Bodenkontakt gehabt hatten. Dieser Ausrutscher wirkte sich im Ausschuss und bei den Trainern offenbar als nicht so schwerwiegend aus, dass man eine EM-Nominierung in Frage stellen könnte.
"Perspektivische" Entscheidung
Die Nominierung sei auch "perspektivisch" für die Championate der nächsten Jahre zu verstehen, erklärte Melzer.
Alle anderen Nomierungen verstehen sich von selbst: Andreas Dibowski und FRH Butts Leon, Michael Jung und La Biosthetique Sam, Frank Ostholt und Air Jordan, Ingrid Klimke und FRH Butts Abraxxas, Kai-Steffen Meier und Karascada M, bei dem Richter Christoph Hess in Schenefeld eine bemerkenswerte Steigerung der Dressurleistung festgestellt hat.
Als erste Reserve wurde Peter Thomsen (Lindewitt) mit The Ghost of Hamish nominiert. Als weitere Reserven wurden FRH Fantasia (Andreas Dibowski) und Parko (Peter Thomsen) benannt.
Pause für Ringwood
Auch die Frage eine möglichen Nachnominierung des verletzten Ringwood Cockatoo mit Bettina Hoy wurde im Ausschuss erörtert. Die Selektoren waren dem Vernehmen nach einhellig der Meinung, man solle dem verdienten und erfahrenen Pferd die Chance geben, das Hufproblem in aller Ruhe auszukurieren. Der Ausschuss verzichtete deshalb auf eine bedingte Nominierung des Paares, das ja bei der Aufstellung der Longlist in Luhmühlen noch erst Priorität gehabt hatte.
„Es war eine einstimmige, einhellige Entscheidung“, sagte der DOKR-Ausschussvorsitzende Holger Heigel. „Bei Kai-Steffen Meier fiel die Entscheidung aufgrund seiner Steigerung in der Dressur und seiner Perspektive in Richtung WM Kentucky 2010“, erklärte Bundestrainer Hans Melzer, der zudem darauf hinwies, dass die DM in Schenefeld keine EM-Qualifikation war, sondern als dritte Sichtung zur Formüberprüfung der Pferde diente. „Und Dirk Schrade hat zwei tolle Pferde zur Hand, die bestens in Schuss sind. Insofern fiel sein unglücklicher Sturz im Gelände nicht ins Gewicht.“
Ihre Meinung zum Thema?
www.schenefeld-eventing.de/
CIC***-Geländetag
Serve Well-Verabschiedung
Ringwood Cockatoo: Prellung durchkreuzt Pläne
EM-Nominierung
Bilderbuch 1
Bilderbuch 2
Bilderbuch 3
Video: Melanie Ashe/Rathmolyon Flight
|