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Im Medaillenglück: Die deutschen Vielseitigkeits-Junioren nach der Siegerehrung bei der EM in Bad Segeberg (Foto Stefan Lafrentz) |
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Junioren-EM Bad Segeberg/Endergebnis Doppel-Gold und Silber für heimische Eventer Die deutschen Vielseitigkeits-Junioren haben bei der Europameisterschaft im eigenen Land die beispiellose Serie der Medaillenerfolge der Nachwuchs-Eventer fortgesetzt. Gold für die Deutsche Mannschaft, Einzel-Gold für die Holsteinerin Alina Meister/Hill Dresam und die Silbermedaille für Celina Nothofer/Simba – so lautet die Ausbeute der Junioren in Bad Segeberg. Bilderbuch hier Dabei sorgte vor allem die 18-jährige Löptinerin Alina Meister mit ihrem Anglo-Araber Hill Dream und ihrer herausragenden Leistung im Gelände und beim abschließenden Springen für die deutschen Erfolge, legte sie mit einer Gesamt-Fehlerpunktzahl von 39,00 auch die Grundlage für den deutschen Mannschafts-Erfolg: „Vor dem Springen war ich noch enorm aufgeregt, doch dann habe ich gesagt, Hilly, wir reiten jetzt nur zum Spaß. Jetzt muß ich erst einmal drüber schlafen, um das ganz überhaupt zu kapieren.“ Spektakuläres Ferien-Finale Dafür bleibt der 18jährigen Schülerin aber nicht allzuviel Zeit. Mit den Europameisterschaften enden für sie auch die Schulferien: „Morgen geht es da wieder los – leider schon morgen.“ Im kommenden Jahr steht aber nicht nur das Abitur an, sondern auch der Wechsel zu den Jungen Reitern. „Wenn ich mit der Schule durch bin, möchte ich erst einmal ein Jahr nur Reiten und dann studieren – vielleicht Jura“ beschreibt die Europameisterin ihre Zukunftspläne. Zwei championatstaugliche Pferde Herausragend war auch das Ergebnis von Celina Nothofer aus Kamp-Lintfort, die mit ihrem Rheinländer Simba sich nur aufgrund eines Zeitfehlers auf der Geländestrecke Meister geschlagen geben mußte und dennoch über die Silbermedaille freute: „Letztes Jahr war ich bei der EM noch Dritte, dieses Jahr der zweite Platz – das hatte ich mit einem so jungen Pferd nicht erwartet.“ Nothofer hatte am Ende 39,60 Strafpunkte auf ihrem Konto. Auch für sie steht der Wechsel zu den jungen Reitern und eine blendende sportliche Zukunft an – denn spätestens seit diesem Segeberger Wochenende weiss die Schülerin, daß sie über zwei championatstaugliche Pferde verfügt. Zwei folgenreiche Abwürfe Die Bronzemedaille ging an den Briten Tim Rogers und Corrieview Owen mit 46,30 Strafpunkten. Beinahe hätte es sogar noch für eine dritte Einzelmedaille der Deutschen gelangt: Dustin Albrecht (Lünen) lag vor dem Springen auf dem aussichtsreichen zweiten Platz, hatte dann aber mit seinen Pferd Locsley zwei Fehler und landete so am Ende auf dem fünften Rang. Frankreich und Italien folgen In der Teamwertung siegte die deutsche Mannschaft mit Alina Meister, Dustin Albrecht, Josephine Wilms/Corvette (Bergkamen) und Ben Leuwer (Königswinter) mit insgesamt 134,60 Punkten vor dem französischen Team (149,50 Punkten) und Italien (158,20 Punkten). Die Reiter aus dem Mutterland der Vielseitigkeit, Großbritannien, kamen nur auf einen enttäuschenden fünften Rang. Ein positive Bilanz kann das Veranstaltungsteam rund um Dieter Stut und Matthias Karstens ziehen: insgesamt 6500 Zuschauer kamen an den vier Veranstaltungstagen. Lob gab es vor allem von den Teilnehmern, für „eine ganz herausragende EM, die mit viel Liebe und hervorragenden Sportbedingungen im Gedächtnis bleiben wird“, dankte Otto-Erley den Segeberger Turnier-Machern. "Super gezüchtet" "Opa, den hast Du super gezüchtet!" Der erste Gratulant für Celina Nothofer kam von ihrem Großvater, dem Züchter ihres Erfolgspferds. Aus seiner Zucht stammt auch dessen Larissa, mit dem sie im vergangenen Jahr Bronze bei den EM holte. "Celina und Larissa waren eines von drei Spitzenpaare, die uns in diesem Jahr kurzfristig ausgefallen sind", sagte Equipechef Matthias Otto-Erley (Sprockhövel). So konnten weder die Titelverteidigerin Marie Kraack (Eutin) noch die Deutsche Meisterin Carolin Thenhausen (Westergellersen) in Segeberg an den Start gehen. "Wir sind daher mit etwas 'gebremstem Schaum' hergefahren. Mit dem Ergebnis sind wir daher natürlich um so zufriedener", so Otto-Erley. Näher an der Optimum Time Fast hätte es trotz eine Fehlers für Lara Adelhelm (Kirchberg) noch zu einer Medaille gereicht. So beendete die Württtembergerin ihre EM-Premiere punktegleich mit dem Briten Tim Rogers (46,3) und musste diesem wegen des "schlechteren" Geländeergebnisses den Vortritt lassen. Beide waren fehlerfrei ins Ziel gekommen, sie war aber mit dem selbst gezogenen Württemberger Gentano vier Sekunden schneller als der Brite, der in diesem Fall näher an der erlaubten Zeit war. Mit ihren Platzierungen machten sich sowohl Nothofer, als auch Adelhelm selbst die schönsten Vorab-Geburtstagsgeschenke: Beide feiern Ende August ihren 18. Lediglich zwei Zeitfehler gingen auf das Konto der Jüngsten im Team, Josephine Wilms (Bergkamen) mit Corvette D. Wilms, vor zwei Jahren Siegerin im Bundesnchauchwuchschampionat, schloss sich mit 48,0 Minuspunkten direkt an ihre Kollegen an (Platz sechs). Pechvogel blieb "sauber" Insgesamt gingen 74 Paare aus 18 Nationen in Bad Segeberg an den Start, darunter zehn deutsche Paare. Von diesen musste der deutsche Teamreiter Ben Leuwer als Erster ins Springen. Wegen seiner missglückten Dressur (63,5) lieferte er zwar das Streichergebnis für die Mannschaft, machte aber seine Ankündigung wahr "jetzt wenigstens mit diesem Ergebnis zu beenden" (Platz 25). Je zwei Mal fingen die Stangen bei Sarah Schuler (Egenhausen) mit Uso, einmal ausgerechnet am letzten Hindernis. Sie landete damit auf Platz zwölf (51,50). Ebenfalls mit zwei Abwürfen kam Liza Balduff (Twistetal) mit Pinot aus dem Parcours und beendete ihre EM-Premiere auf dem 20. Platz. Je zwölf Strafpunkte mussten sich die zweite Holsteiner Reiterin, Nele Spiering (Elmhorst) mit Mayenne (63,8) und Christian Wahler (Bad Bevensen) mit Federleicht anrechnen lassen (61,7). Sie belegten damit die Plätze 27 beziehungsweise 24. Endergebnis Europameisterschaft: 1. Alina Meister (Löptin) mit Hill Dream 39.00; 2. Celina Nothofer (Kamp-Lintfort) mit Simba 39.60; 3. Tim Rogers (Großbritannien) mit Corrieview Owen 46.30; 4. Lara Adelhelm (Kirchberg) mit Gentano 8 46.30; 5. Dustin Albrecht (Lünen) mit Locsley 47.60; 6. Josephine Wilms (Bergkamen) mit Corvette D 48.00;
Mannschaftswertung Endergebnis: 1. Deutschland 134.60 Strafpunkte; 2. Frankreich 149.50 Strafpunkte; 3. Italien 158.20 Strafpunkte; 4. Irland 178.70 Strafpunkte; 5. Großbritannien 188.90 Strafpunkte 6. Niederlande 199.50 Strafpunkte;
Endergebnis (CCI1*): 1. Sara Nilsson (Schweden) mit Korall 14 44.40 Strafpunkte; 2. Henning Würz (Deutschland) mit Landino 83 49.00; 3. Peter Thomsen (Deutschland) mit Herdis Turbo-C 51.30; 4. Peter Thomsen (Deutschland) mit Cayenne 111, 52.20; 5. Franziska Wulfsberg (Deutschland) mit Lutz 111 53.30; 6. Malin Josefsson (Schweden) mit Munsboro Maple 2 61.30;
Landes-Meisterschaft SEN/REI 1. Peter Thomsen mit Herdis Turbo-C 51.30; 2. Malin Josefsson mit Munsboro Maple 2 61.30; 3. Malte Dohm mit Constello 67.00;
Landes-Meisterschaft JUN/JR: 1. Sara Nilsson mit Korall 14 44.40; 2.. Franziska Wulfsberg mit Lutz 111 53.30; 3. Michelle Emmert mit Kolani 5 79.30;
Informationen über die Titelkämpfe vom 19. bis 22. August 2010 gibt es auch im Internet auf der Homepage www.eecj.de |
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Hochdekoriertes Erfolgspaar: Alina Meister mit Hill Dream (Foto Stefan Lafrentz) |
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