Buschreiter.de — aktuell: Dijon, Jaroszowka, Moulin Coulandon

Mirko Meyer mit Drei-Sterne-Wertung

Gleich vier internationale Prüfungen offerierten die polnischen Veranstalter in Jaroszowka der Vielseitigkeitsszene. Im Drei-Sterne-CIC ließ Mirko Meyer mit Feldchronist auf dem 6. Platz aufhorchen.

Mirko Meyer aus Crottendorf (Oberes Erzgebirge, Archivfoto) ist im Hauptberuf Hufschmied. Er reitet Pferde aus der kleinen Trakehnerzucht der Familie. Alle Pferde gehen auf die Halbblutstute "Feldtaube" von Malmoe xx zurück. Diese stammt aus der Trakehnerzucht in Großwaltersdorf. Mirko Meyer ist erst seit ca. 10 Jahren im Vielseitgkeitssport unterwegs. Erste Erfolge hatte er auf VA-Niveau mit der Feldchronist - Mutter Feldblume. Der Lebensgefährte von Janet Wiesner belegte In Jaroszowka zwar den 6. Platz, nahm aber leider keinen Wimpel mit nach Hause, weil die Veranstalter nur fünf Paare platzierten. Nico Schmidt, Chemnitz, mit Aristokrat xx freute sich über den 10. Platz. Beide Eventer aus den neuen Bundesländern waren zum ersten Mal auf Drei-Sterne-Niveau am Start. Der Sieg im CIC*** ging dabei an den Polen Pawel Spisak/Weriusz vor Jaroslav Hatla/Karla und den Italiener Emiliano Portale/Zigarru. Den CCI** dominierten zwei deutsche Eventer: Kerstin Pede aus Liepe stand nach den drei Teilprüfungen im Sattel von Gino ganz oben auf dem Treppchen und gab dem Niederländer Tim Lips/Oncarlos das Nachsehen, während an Platz 3 der Zwei-Sterne-Prüfung der reitende Tierarzt Dr. Gerd-Olaf Neuberg aus Salzhausen mit Saphir folgte. Außerdem gab es in Polen eine Zwei-Sterne-Prüfung im CIC-Format mit der einheimischen Daria Kobiernik/Benjamin als Siegerin. Die Plätze 5 und 6 belegten Harald Engelberth aus Wiesloch mit FBW Lanthana und Klaus Limbächer (Walzenmühle) mit Coree. Im CCI* war Emiliano Portale mit Disizata nicht zu schlagen, während der Meißener Mario Franke Dark Present auf den 10. Platz ritt. Vielseitigkeit gab es am Wochenende auch im französischen Dijon, wo die Französin Marie-Christine de Lauriere mit Crazy Love die Zwei-Sterne-Prüfung dominierte. Marina Köhncke aus Badendorf freute sich über den 16. Platz mit Admiral von Schneider. Bei zwei internationalen Pony-Prüfungen im französischen Moulin Coulandon sahen die deutschen Nachwuchsreiterinnen alles andere als schlecht aus. Im Zwei-Sterne-Event siegte Franca Lüdeke aus Bonn auzf Hillery mit dem Dressurergebnis von 41.0. Auch Anja Günther aus Stuttgart fügte ihrem Resultat vom Viereck (48.5) beim Springen und im Cross nichts mehr hinzu. Platz 3 bedeutete dies nach der Endabrechnung. Nikola von Spies pilotierte ihr Pferd Maserati auf den 7. Platz. Jenny Tonjes (Ganderkesee) hob ordentlich im Sattel von Aircraft ab und landete im CCI*P auf Platz 3. Bereits am Wochenende davor wurde Marc Fiege (Greven) neuer Westfalenmeister. Bei den Westfälischen Meisterschaften, ausgetragen im Rahmen einer Vielseitigkeitsprüfung Klasse M in Bielefeld, belegte der Deutsche Vizemeister 2004 mit Armani (Foto Julia Rau) den ersten Platz (Endergebnis 51,5 Strafpunkte). Vizemeisterin wurde Sabine Flörkemeier (Herford), die mit ihren Pferden Cristall-noir (53,0), Charming Beast (56,7) und Rough’n Ready (66,5) die Plätze zwei, drei und sieben belegte. Die Bronzemedaille blieb in Bielefeld, sie ging an Isabell Nagel mit Blueberry Boy (67,2/Platz acht). Neue Juniorenmeisterin ist Johanna Dörner (Bocholt) mit Rudiella, Meister der Jungen Reiter wurde Lukas Mensing (Coesfeld) mit Picatio. Ihren "Heimvorteil" haben Kerstin Pede und ihr 16-jähriger Gino in einen Sieg verwandeln können. Bei der internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC**) in Wahlsdorf-Liepe verwies die Tochter des berlin-brandenburgischen Landestrainers Bernhard Pede (Liepe) mit einem Endergebnis von 49,8 Strafpunkten Peer Christian Ahnert (Hanstedt) mit Salt’n Pepper (52,4) und Junioren-Mannschaftseuropameisterin Antje Deparade (Engersen) mit Komtess (58,4) auf die Plätze. In der parallel ausgetragenen Vielseitigkeitsprüfung Klasse L hatte Antje Deparades jüngere Schwester Sabine Deparade mit Komtess’ Sohn Felix die Nase vorn (29,5). Die Deutsche Meisterin der Jungen Reiter, Sandra Auffarth (Ganderkesee), ist die "Beste". Das stellte die 19-Jährige mit dem selbst gezogenen neunjährigen Oldenburger Carlos (Archivfoto Agentur Dill) in Warendorf beim "Preis der Besten" unter Beweis. Noch in der Dressur musste sich die spätere Siegerin den Spitzenplatz mit der Vorjahreszweiten, Marie-Louisa Meyer (Ibbenbüren) mit I’m no Angel, teilen. Im Springen fiel sie sogar kurzfristig mit zwei Abwürfen auf den dritten Platz hinter Meyer und Julia Krajeswki (Nordhorn) mit Leading Edge zurück. Die Entscheidung fiel schließlich im Gelände. Auf dem rund 2.500 Meter langen Kurs, der kreuz und quer über den großen Vielseitigkeitsplatz des Bundesleistungszentrums führte und 24 Naturhindernisse beinhaltete, blieb Auffarth fehlerfrei, während sich ihre beiden Konkurrentinnen jeweils Zeitfehler leisteten. Die hieß im Endergebnis 46,1 Strafpunkte und damit Platz eins. Zweite wurden Julia Krajewski und Leading Edge, die im vergangenen Jahr nach einem "versiebten" Springen noch das Schlusslicht gebildet hatten. In diesem Jahr drehte das Paar eine von insgesamt zwei Nullrunden im Parcours und kam mit neun Sekunden Zeitüberschreitung im Gelände auf insgesamt 49,5 Strafpunkte. Marie-Louisa Meyer, im vergangenen Jahr Europameisterin der Jungen Reiter, fiel im Gelände mit 24 Sekunden Zeitüberschreitung auf den fünften Platz zurück (51,7). Ihren dritten Platz nach Dressur bis zum Ende behaupten konnte dagegen Junioren-Doppeleuropameisterin Nicola Kristin Haller (Heiligenhafen) mit Zampano M. Sie musste lediglich vier Strafpunkte für einen Abwurf im Springen in Kauf nehmen. Im Gelände blieb sie fehlerfrei (49,6). Der vierte Platz ging wie schon im vergangenen Jahr an Lisette Ahrens (Hannover) mit Izikus xx (51,20). Insgesamt bewarben sich 20 Paare in der Vielseitigkeitsprüfung Klasse M in Warendorf um den Titel des "Besten".

Die Mannschaft des Reitervereins Rhede aus Westfalen hat die Goldene Schärpe, den Deutschlandpreis der Ponyreiter, gewonnen. Für Nadine Bauhaus mit Wanda, Vera Sawinski mit Poppay, Frederike Schmitz mit Wild West Carl Conne, Cardine Wewering mit Namous und Andre Arenhövel mit Charly Chaplin Corne hat sich lange Anreise ins südbadische Meißenheim gelohnt. Mit insgesamt 468,50 Punkten aus den Teilprüfungen Dressur, Springen, Geländeritt, Vormustern und Theorie setzten sie sich in dem 21 Mannschaften starken Starterfeld durch. Bei den parallel ausgetragenen Bundesponyspielen siegte die Mannschaft aus Steinfeld-Mühlen, die für den Landesverband Weser-Ems antrat, in der Besetzung Carolin und Julia Böckermann, Johanna Bünger, Johanna Grosse-Holthaus und Anna-Lena Pille.

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