Buschreiter. de aktuell: Andreas Dibowski
Zwei tolle Optionen für die EM
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Andreas Dibowski hat denkbar gute Chancen, ein Ticket für die Europameisterschaft in Blenheim zu lösen und auch noch erfolgreich zu sein: Mit Serve Well (Foto) und Little Lemon ist er mit zwei Pferden nominiert und bereitet für alle Fälle beide auf das internationale Championat vor (Archivfotos Julia Rau).
"Serve Well ist allerdings die Wunschkandidatin für die EM", sagte Andreas Dibowski im exklusiven buschreiter-Interview. Die elfjährige Stute hat sich für die Meisterschaft in England mit einer Muster-Saison empfohlen: In Bredeneek, Marbach, Schenefeld und Luhmühlen war sie jeweils hoch platziert gewesen. "Nach Luhmühlen hat sie eine Pause bekommen, wir haben erst einmal runtergeschaltet", so Dibo. Serve Well steht nicht wie die anderen Top-Pferde im Stall des Berufsreiters, sondern sie wird von der Besitzerin Beate Hohnfeldt
selbst trainiert und geritten einschließlich zusätzlicher Dressurstarts auf L- und M-Niveau. Inzwischen hat das Aufbautraining der Stute im Vorfeld der DM in Bonn-Rodderberg aber wieder begonnen: Andreas Dibowski galoppiert das Top-Pferd zur Überprüfung der Kondition selbst; außerdem nimmt der Profi die eineinhalb Stunden Fahrt in die Landesreitschule Hoya auf sich, um mit Hans-Heinrich Meyer zu Strohen Dressur zu trainieren. Der Coach hatte Andreas Dibowski vor Olympia im Trainingslager in Warendorf optimal für Athen eingestellt. Vor der Deutschen Meisterschaft auf dem Vulkankegel werden sich Serve Well und Andreas Dibowski zwei Mal in Hoya den "Feinschliff" für das EM-Nominierungsturnier holen. "Mir gibt das jedes Mal einen Mordsschub", berichtet der Reiter im buschreiter-Interview. Den Kick im Springen verschafft sich Dibo durch Trainingseinheiten bei Elmar Lesch in Bavendorf. Was dem langjährigen Championatsreiter große Sicherheit gibt: Sollte es mit Serve Well nicht erwartungsgemäß laufen, steht immer noch der 14-jährige Little Lemon bereit. "Er ist nicht abgeschrieben, ganz im Gegenteil." Er steht gemeinsam mit Serve Well auf der EM-Longlist und soll aber Andreas Dibowski in die Lage versetzen, beim Weltcup-Finale im schwedischen Malmö (12. - 14. August 2005) gut abzuschneiden. Mit Blick auf das internationale Busch-Championat 2005 ist diesmal alles anders: "In den letzten Jahren sind wir meistens hingefahren mit dem Gefühl, dass wir vielleicht eine Chance haben, wenn alles optimal läuft. Diesmal sind wir ein unheimlich starkes Team und müssen nicht darauf hoffen, dass andere Fehler machen, sicherlich gelten wir nicht als Außenseiter, sondern als Favoriten."
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