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buschreiter A-Z

Airbagweste

… dient der Sicherheit des Reiters und ist in allen Prüfungen erlaubt. Allerdings ist es keine Pflicht eine solche Weste zu tragen. Sie erhalten Airbagwesten mit guter Fachberatung bei unseren Partnern Williams Eventing (http://www.williams-eventing.de/) und Horse&rider Luhmühlen (http://horse-and-rider.de/).

Die Weste sieht im offenen Zustand so aus:

Bild: Kerstin Hoffmann
Bild: Kerstin Hoffmann

Alternative/ chicken way

in großen Prüfungen sprechen Kommentatoren vom chicken way, in den deutschen Geländeprüfungen spricht man von Alternativen. Zumeist findet man Alternativen bei recht schwierigen Hinderniskomplexen der jeweiligen Klasse. Die Alternative ist im Regelfall etwas zeitaufwändiger als der direkte Weg. Man erkennt Alternativen an den Fahnen: Diese sind schwarz durchgestrichen.

Ausrüstung

die Ausrüstung muss immer dem geltenden Regelment entsprechen. Alles Zusätzliche, wie z.B. Helmkameras bedürfen der Genehmigung durch den zuständigen TD (auch bei nationalen Prüfungen!)

Bild: Kerstin Hoffmann www.eventing-art.com
Andrew Hoy- Rutherglen
Bild: Kerstin Hoffmann www.eventing-art.com
Tina Krüger- Dolce Mia
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Felix Etzel
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Beinschutz

im Regelfall werden die Pferdebeine im Gelände alle so gut geschützt, wie es möglich ist, d.h. sie tragen Gamaschen vorne und hinten und meist auch Springglocken. In größeren Prüfungen sieht man häufig Pferde mit weißer Creme auf den Beinen: Das ist Vaseline-Paste, damit die Pferde bei einem Kontakt mit dem Hindernis möglichst vor Verletzungen geschützt werden.

Bettina Hoy und Designer
Aachen CICO3* 2015
Bild: Kerstin Hoffmann

Bullfinsh

ein Hindernistyp, der meist gewaltig aussieht, den die Pferde aber im Regelfall sehr gut überwinden. Eine Hecke ist hierbei mit einem vorgezogenen Graben kombiniert. Hier ist vor allem Mut und Vertrauen von Pferd und Reiter zum beherzten Zuspringen gefragt.

Bild: Kerstin Hoffmann www.eventing-art.com

CCI - Concours Complet International

diese “langen” Prüfungen in den Klassen CCI1*, CCI2*, CCI3* und CCI4* dienen zum einen als Qualifikationsprüfungen um in der nächsthöheren Klasse an den Start gehen zu dürfen, haben längere Geländestrecken mit mehr Hindernissen und zwingend die Springprüfung als letzte Teilprüfung.

CIC - Concours International Combiné

hier handelt es sich um eine sogenannte „kurze“ Prüfung nach dem internationalen (FEI) Reglement, die in den Klassen CIC1*, CIC2* und CIC3* ausgetragen wird. In diesen Prüfungen kann entweder die Springprüfung oder die Geländeprüfung nach der Dressur geritten werden.

CCN - Concours Complet National

im Prinzip sind dies Prüfungen wie CCI Prüfungen, allerdings national ausgerichtet.

CDV

Der Club deutscher Vielseitigkeitsreiter engagiert sich rund um die Vielseitigkeitsreiterei, z.B. gibt es den jährlichen CDV Ball, an dem viele Kaderreiter und die Bundestrainer anzutreffen sind. Auch richtet der Verein den CDV Cup aus und engagiert sich im Bereich der Notärzteausbildung für die Vielseitigkeit. http://www.cdv-news.de/

Coffin

… ein Coffin besteht in der Regel aus zwei oder drei Hinderniselementen. Immer ist der sogenannte Coffin-Effekt eine der Schwierigkeiten. Dieser entsteht dadurch, dass ein offener Graben in einer kleinen Senke zu springen ist, meist nach einem Einsprung. Im Anschluss an den Graben folgt dann ein drittes Element, je nach Klasse kann dies auch ein schmaler Sprung sein.

Course Designer

Er ist der Parcourschef im Springen und/oder Gelände. Er kreiert die Strecke und leitet den Bau an. Wieviel Arbeit besonders der Bau der Geländestrecken ist, zeigt sich daran, dass die Course Designer der 4* Prüfungen bereits kurz nach Ende der Vorjahresprüfung mit der Planung beginnen. Natürlich gibt es den Course Designer auch in weiblicher Form.

Dangerous riding

… gefährliches Reiten: wird mittlerweile streng geahndet, um die Sicherheit im Sport zu verbessern. Reiter können mit Strafpunkten bestraft werden, oder aber von amtierenden Richtern aus der Prüfung genommen werden- je nach Schwere des gefährlichen Reitens.

Dressurprüfung

Die Dressurprüfung stellt den Grundstein einer Vielseitigkeitsprüfung dar. Die erreichten Prozentpunkte werden in Minuspunkte umgerechnet, mit denen der Reiter dann in den weiteren Wettbewerb einsteigt. Die Dressur einer Vielseitigkeit wird immer alleine geritten, schon ab E Vielseitigkeit. Eine Gerte ist nicht erlaubt. (s. auch Regelwerk)

ERA - Eventing Riders Association

… Vereinigung der Internationalen Vielseitigkeitsreiter.  http://eventingriders.com/

ERM - Event Rider Masters

… eine recht neue Serie, die zunächst in England durchgeführt wurde und im Jahr 2017 auch nach Deutschland kommen soll. Die ERM Prüfungen sind auf 3* Niveau und durch die hochdotierten Preisgelder für viele Profireiter sehr interessant. Die Prüfungen werden live übertragen. http://eventridermasters.tv/

Eventing Art

Kerstin Hoffmann fertigt tolle, individuelle Bleistiftzeichnungen Ihres Pferdes nach Fotovorlagen an. http://eventing-art.com/

FEI - Fédération Equestre Internationale

… die internationale Vereinigung, die auch für das internationale Reglement zuständig ist. http://www.fei.org/

Fitness

… ist sicher ein wesentlicher Baustein bei Pferd und Reiter für die Sicherheit im Vielseitigkeitssport. Die Richter haben die Möglichkeit, ermüdete Pferde und Reiter von der Strecke nehmen, wenn es zu gefährlich erscheint, das Paar weiterreiten zu lassen. Deshalb sollte Ausgleichsport für einen Vielseitigkeitsreiter zum normalen Trainingsprogramm gehören.

FN - Fédération National

… die nationale Vereinigung, die das nationale Regelwerk, die LPO (Leistungs-Prüfungs-Ordnung) herausgibt

Frangible Pins

… der Sport soll so sicher werden, wie es möglich ist. Ein Restrisiko wird immer bleiben. Doch ein wertvoller Beitrag sind die Sicherheitssysteme an Sprüngen, um die gefährlichsten Stürze, sogenannte rotation falls, zu verhindern. Bei diesen Systemen sind Teile der Hindernisse wegklappbar, sodass ein Überschlag des Pferdes verhindert wird. Beim PIN System gibt es die frangible pins, die bei einem starken Anschlagen abbrechen und so den Mechanismus auslösen. http://www.cdv-news.de/sicherheit-der-vielseitigkeit-gibt-es-das-hindernis-der-zukunft/

Der Birkenoxer ist mit einem sog. "frangible pin" ausgestattet, der bei Belastung von Oben (z.B. durch ein stürzendes Pferd) nach unten wegbricht ©Julia Rau
Der Birkenoxer ist mit einem sog. „frangible pin“ ausgestattet, der bei Belastung von Oben (z.B. durch ein stürzendes Pferd) nach unten wegbricht ©Julia Rau

Galopptraining

… für die langen Prüfungen absolvieren die Pferde Galopptrainings, die in den Trainingsplan sinnvoll integriert wird. Die meisten Kaderreiter trainieren ihre Pferde in Intervallmethode, um einen Konditionsschub beim Pferd zum erzielen. Ob so intensives Galopptraining für kleinere Prüfungen notwendig ist, hängt individuell vom Pferd, dem Trainingszustand und regelmäßigen –pensum ab.

Geländebegehung

In der Zeiteinteilung gibt es immer einen Zeitpunkt zu dem eine offizielle Geländebegehung angegeben ist. Ab dann kann jeder Reiter jederzeit und so häufig wie gewünscht die Strecke zu Fuß besichtigen. In den Prüfungen der Klasse E und A werden vermehrt Geländebesichtigungen angeboten, bei denen ein Fachkundiger den Reitern mit Erklärungen verhilft.

Geländeskizze

… in der Geländeskizze ist die Streckenführung der Geländestrecke eingezeichnet. Es sind alle Hindernisse und Sprünge zu finden, ebenso alle Pflichttore. Das geforderte Tempo, die Streckenlänge und die sich daraus ergebende Best- und Höchstzeit sind angegeben. Manchmal sind auch schon Minutenpunkte eingezeichnet.

Eine interaktive Geländeskizze gab es 2015 beim CICO3* in Aachen:

http://www.aachen2015.de/wp-content/uploads/course/#1&de

courseplan

Quelle: CIC3* Luhmühlen 2015

Geländetraining

… an manchen Geländeplätzen wird regelmäßiges Geländetraining, oder aber Training in Form von Lehrgängen angeboten. Gerade für den Einstieg in die Vielseitigkeit sollte zunächst mehrmals ein Training absolviert werden, bevor der erste Turnierstart geplant wird.

Geländeprüfung

Die Geländeprüfung ist das Herzstück einer Vielseitigkeitsprüfung. Ein Geländekurs ist möglichst fehlerfrei in der vorgegebenen Bestzeit zu absolvieren. Das Paar erhält Strafpunkte für Verweigerungen und das Überschreiten der Bestzeit. (s. auch Regelwerk)

Geländepferdeprüfung

… dies sind Prüfungen für junge (4-7 jährig, je nach Klasse und Ausschreibung) Pferde, die den Einstieg in den Vielseitigkeitssport machen. Die Prüfungen sind national in den Klassen A, L und M zu finden. Die Pferde werden nach den Kriterien Galoppiervermögen, Springmanier und Rittigkeit beurteilt. In Geländepferdeprüfungen der Klasse A darf zumeist die Geländebesichtigung zu Pferd erfolgen. Merkblatt ab Seite 55 http://www.rufvtoenisberg-schaephuysen.de/pdfs/downloads/FN-Handbuch_Teil_B2.pdf

Gelbe / Rote Karten

Ahndungsmöglichkeiten bei gefährlichem Reiten. International Yellow Warning Card. Wird auf der Internetseite der FEI veröffentlicht.

Guinnea pig

… so wird der Vorreiter in großen Prüfungen genannt. Damit die Richter einer wichtigen Prüfung (wie z.B. bei Championaten oder CCI4*) die Chance haben, sich auf ein gleichmäßiges Notenniveau einzustellen, gibt es immer 1-2 Vorreiter, die dieselbe Dressurprüfung im Vorfeld des ersten Starterpaares durchreiten. So bekommen auch jüngere Paare schon einmal die Chance, ein klein bisschen Championatsluft zu schnuppern.

Hepp Stollentechnik

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Hindernisrichter

… die Entscheidung, ob eine Verweigerung vorgefallen ist, oder nicht, trifft der Hindernisrichter. Sie sitzen zumeist in der Nähe eines Hindernisses mit einer Liste und einem Funkgerät in der Hand. In der Liste werden die Leistungen der Reiter an diesem Hindernis eingetragen, mit dem Funkgerät werden sie direkt an den Control durchgegeben. Hindernisrichter sind ehrenamtliche Helfer, die zumeist speziell für diese Aufgabe geschult werden.

Höchstzeit

… die Höchstzeit ist exakt die doppelte Bestzeit. Überschreitet ein Paar die Höchstzeit, ist es ausgeschieden. Dies gilt im Springen sowie im Gelände.

Holdingbox

In einer Verfassungsprüfung bekommt jedes Paar ein „accepted“, „not accepted“ oder muss in die „holding box“. Accepted, bedeutet, das Paar darf zum Springen antreten. Not accepted bedeutet, das Pferd ist von der Prüfung ausgeschlossen, da es körperlich nicht fit genug erscheint (z.B. aufgrund von Lahmheit oder offenen Wunden). In der Holding Box begutachtet der Tierarzt das Pferd genauer. Der Reiter kann in Absprache mit dem Tierarzt entscheiden, ob er das Pferd ein zweites Mal vorstellt, oder ob es von der Prüfung zurückzieht.

Hunterklasse

Die Hunterklasse richtet sich vor allem an Wiedereinsteiger und ist im Bereich der Klasse E bis A angesiedelt. Im Rheinland hat sich die Niederrhein Hunter Tour bereits bewährt, bei der eine Ü30 Trophy ausgetragen wird. http://www.igvrheinland.de/niederrhein-hunter-tour/

IG Vielseitigkeit

Die Interessengemeinschaften Vielseitigkeit haben sich in mehreren Bundesländern gegündet um den Vielseitigkeitssport zu förden.

IGV Baden Würtemberg www.igv-bw.de
IGV Hessen www.igv-hessen.de/
IGV Rheinland www.igvrheinland.de/
IGV Rheinland-Pfalz / Saar www.igv-rps.de/

Kombinierte Prüfungen Dr/Spr/Gel

Es gibt Vielseitigkeitsprüfungen und es gibt kombinierte Prüfungen. Bei den kombinierten Prüfungen wird häufig ein Stilspringen und ein Stilgelände ausgeschrieben, die Summe der drei Wertnoten aus Dressur, Springen und Gelände ist dann das Endergebnis, das Paar mit der höchsten Summe gewinnt die kombinierte Prüfung. In Prüfungen für Nachwuchsreiter wird dies häufig noch mit anderen Prüfungsteilen wie Vormustern, Theorie, Laufen und Schwimmen verbunden- beispielsweise beim Nachwuchschampionat.

Leichter Sitz

Martin Plewa, ehemaliger Bundestrainer, hat einen sehr tollen Artikel zum leichten Sitz verfasst. http://plewaandhorses.com/wp-content/uploads/2016/01/Beitr%C3%A4ge-Gel-sitz-Horsemanship-DRV-Magazin-23-6.pdf

Lochmaschine

… die Lochmaschine ist ein bewährtes Hilfsmittel, um zu harten Boden besser bereitbar zu machen. Sie wird auf der Geländestrecke eingesetzt und durchzieht den Boden mit kleinen Löchern, um diesen aufzulockern.

Medical Card

… die Medical Card sollte jeder Reiter im Gelände gut erkennbar am Körper tragen. In internationalen Prüfungen ist das Tragen Pflicht. Die Medical Card enthält Angaben zu Allergien, der Blutgruppe und Kontaktdaten von Personen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen, sowie zum Pferdetransport-Fahrzeug.

MER - Minimum Eligibility Requirement

Die MER sind die Mindestanforderungen, die ein Reiter- / Pferd-Paar  erfüllen muss um an internationalen Prüfungen starten zu können. https://inside.fei.org/fei/regulations/eventing

MIM System

ist ein Sicherheitssystem für Geländehindernisse https://www.youtube.com/watch?v=d-q6dYbzqwQ

Sprung ausgestattet mit MIM System bei der WEG 2014 in der Normadie / Foto: Lutz Kaiser
Sprung ausgestattet mit MIM System bei der WEG 2014 in der Normadie / Foto: Lutz Kaiser

Minuspunkte

… in der Vielseitigkeit wird das Ergebnis immer in Minuspunkten angegeben. Die Wertnote der Dressurprüfung wird umgerechnet, im Springen und Gelände kommen Minuspunkte hinzu.

Normandie-Bank

… die Normandie-Bank ist eine Kombination aus einem Aufsprung, einem Hindernis auf der Erhöhung und einem Absprung.

offener Graben

… ein offener Graben wird zumeist als Element im Coffin verwendet. In den Einsteigerklassen wird er aber auch als eigenständiges Hindernis gebaut, der das Vertrauen zwischen Reiter und Pferd abfragt.

 

 

Optimum Time / Bestzeit

… die Bestzeit ist die Zeit im Gelände, die sich aus Streckenlänge und gefordertem Tempo der jeweiligen Klasse ergibt. Bleibt ein Reiter innerhalb dieser Zeit, so bleibt er strafpunktfrei „clear round in time“. Überschreitet er diese Zeit, bekommt er 0,4 Minuspunkte pro angefangene Sekunde zu seinem Ergebnis addiert.

Parcourschef

… der Parcourschef ist der nationale “Course Designer”

Pflichttor

… ein Pflichttor ist Bestandteil der Geländestrecke und muss von der richtigen Seite durchritten werden. Es ist ebenso mit Fahnen ausgeflaggt, wie die Hindernisse. Pflichttore sind in der Geländeskizze ebenfalls eingezeichnet.

PM Persönliche Mitglieder der FN

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Rennbahnhecke

… die Rennbahnhecke ist ein Steilsprung, der entweder mit einer Naturhecke oder Sträuchern ausgesteckt ist. In der Regel springen die Pferde diesen Sprung nicht in voller Höhe aus, sondern wischen durch den Busch durch.

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Rennbahnhecken schräg zu springen bei der WEG 2014 in der Normandie / Foto: Lutz Kaiser

Richter

… die Richter beurteilen die Dressurprüfung und bewerten die Leistung in der Spring- und Geländeprüfung. In großen Prüfungen bilden sie die „Ground Jury“, die auch in Verfassungsprüfungen die Entscheidung treffen. Richter, vor allem in den nationalen Prüfungen, sind speziell ausgebildete, pferde- und reitsportkundige Ehrenamtler.

Marina Köhncke mit Richter Horst Karsten
Bild: Karl Lohrmann

Rotational Fall

… Stürze, bei denen das Pferd sich überschlägt. Es sind die gefährlichsten Stürze, die so gut wie es geht verhindert werden sollen- dazu wurden bereits Sicherheitssysteme an den Hindernissen entworfen und eingesetzt.

Rückennummer

… die Rückennummern sind groß gedruckt und von vorne und hinten lesbar, sodass ein Pferd-Reiter-Paar für jeden eindeutig erkennbar ist. Zumeist wird die Rückennummer gegen ein Pfand von 20 € ausgegeben.

Military BoekeloCCIO3* 2016 Dostowjeski Elaine PEN (NED*) AGENTUR datenreiter, Lutz Kaiser, Triefenbergweg 2a, 65388 Schlangenbad

Sicherheit

… wird im Vielseitigkeitssport sehr groß geschrieben. Leider bleiben tragische Unfälle Teil des Sports. Die Organisatoren sind an jeder Stelle bemüht, das Restrisiko so klein wie möglich zu halten- aber, Mensch und Reiter sind Lebewesen, die Fehlentscheidungen treffen können.

Sicherheitswesten

… die Sicherheitsweste gibt es von verschiedensten Anbietern in unterschiedlichsten Varianten, teils auch schon mit integriertem Airbag. Sie ist in Prüfungen mit festen Hindernissen verpflichtend vorgeschrieben. Sie erhalten Sicherheitswesten mit guter Fachberatung bei unseren Partnern Williams Eventing (http://www.williams-eventing.de/) und Horse&rider Luhmühlen (http://horse-and-rider.de/).

Springprüfung

Die Startreihenfolge im Springen ist häufig nach umgedrehter Reihenfolge der Rangierung nach den ersten beiden Teilprüfungen, sodass der bis dahin beste Reiter als letztes an den Start geht und mit einem fehlerfreien Parcours die Prüfung gewinnt. Der Springparcours ist jeweils der Klasse entsprechend. (s. auch Regelwerk)

Startbox

… in Geländeprüfungen, die nicht mit einer Stilnote bewertet werden, starten die Paare aus einer Startbox. In der Startbox soll das Pferd zum Stehen kommen, die letzten Sekunden werden heruntergezählt, sodass das Paar pünktlich zu seiner Startzeit auf die Strecke geht

Startfolge

… die Startfolge ist in der Vielseitigkeit häufig gelost. Es gibt verschiedene Varianten: 1. Die Reihenfolge der Dressur wird in allen drei Teilprüfungen beibehalten. 2. Nach der Dressur bereiten die Paare sich sofort nach dem Umsatteln auf das Springen vor. Gestartet wird dann, wie die Reiter bereit sind. Im Gelände wird dann die Reihenfolge der Dressur beibehalten, oder aber in umgekehrter Reihenfolge zur Rangierung gestartet- der Sieger nach Dressur und Springen startet dann als Letzter ins Gelände. Dies ist im Regelfall der Zeiteinteilung zu entnehmen.

Startzeit

… in der Vielseitigkeit genießen wir den Komfort, dass die Dressur bei den meisten Turnieren nach Startzeit geritten wird, schon in der E Vielseitigkeit. So lässt sich die Zeit für das Abreiten auch super planen. Das Gelände wird auch nach Startzeiten gestartet, Ausnahme sind Stilprüfungen.

Stilgeländeritt

… beim Stilgeländeritt wird der Stil bewertet, in dem Reiter und Pferd die Geländestrecke überwinden. Tendenziell sind die Geländestrecken im Rahmen der jeweiligen Klasse eher im leichteren Bereich anzusiedeln und auch von der Streckenlänge her nicht am oberen Limit gebaut. Die Bewertung wird in einer Wertnote ausgedrückt.

Stollen

Die Geländestrecken führen häufig über wechselnden Boden- Wiese, Waldboden, Feld, Sand und der Untergrund beim Wasserhindernis stellen hohe Anforderungen an die Trittfestigkeit der Pferde. Um den Grip zu verbessern und das Pferd sicher galoppieren und springen zu lassen, dreht man an allen vier Hufeisen Stollen ein. Die Stollenlänge und –art wird je nach Boden- und Witterungsverhältnissen ausgewählt.

TD - Technischer Deligierter

Mittlerweile ist es vorgeschrieben, dass ein TD auf jedem Vielseitigkeitsturnier eingesetzt wird. Der TD kooperiert mit dem Parcourschef und den Richtern und ist ebenso Ansprechpartner für die Reiter. Zudem führt der TD die „Oberaufsicht“ bei den Hindernisrichtern. Der TD befasst sich auch schon im Vorhinein mit dem Aufbau der Geländestrecke und bespricht sich mit dem Parcourschef. Auch der TD und Parcourschef sind speziell ausgebildete Ehrenamtler.

Tisch

… ein Tisch ist ein Hochweitsprung, bei dem vor allem das beherzte Zuspringen des Pferdes abgefragt wird. Ein Tisch ist, in der Klasse entsprechenden Maßen, schon in E Vielseitigkeiten zu finden.

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Ein mächtiger Tisch der CCI4* Prüfung in Badminton

Trakehnergraben

… ein Trakehnergraben ist ein offener Graben mit einem erhöhten Aufbau, der die Flugkurve für das Pferd vorgibt.

Bild: Kerstin Hoffmann www.eventing-art.com

Tripplebrush

Dieser Hindernistyp kommt erst ab der Klasse L zum Einsatz. Diese schmalen Hindernisse sind recht tief, sodass der Reiter sein Pferd exakt mittig und gerade halten muss, um das Hindernis optimal zu treffen.

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Bild: Kerstin Hoffmann www.eventing-art.com

 

Topeventers

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Verfassungsprüfung / Trot up

In der Verfassungsprüfung vergewissert sich das amtierende Richterkollegium von der Prüfungsfähigkeit des Pferdes. Dazu wird das Pferd vorgemustert, im Stand, im Schritt und im Trab begutachtet. Das Paar bekommt ein „accepted“, „not accepted“ oder muss in die „holding box“. Accepted bedeutet, das Paar darf zum Springen antreten. Not accepted bedeutet, das Pferd ist von der Prüfung ausgeschlossen, da es körperlich nicht fit genug erscheint (z.B. aufgrund von Lahmheit oder offenen Wunden). In der Holding Box begutachtet der Tierarzt das Pferd genauer. Der Reiter kann in Absprache mit dem Tierarzt entscheiden, ob er das Pferd ein zweites Mal vorstellt, oder ob es von der Prüfung zurückzieht. Bei großen Prüfungen gibt es einen Trot up vor der Dressur und einen vor dem abschließenden Springen.

Josephine SCHNAUFER und VIVIAN / Foto: Ingo Wächter
Josephine SCHNAUFER und VIVIAN bei der Verfassungsprüfung bei der Weltmeisterschaft der jungen Vielseitigkeitspferde 2016 / Foto: Ingo Wächter

Vielseitigkeitsprüfung

Die Vielseitigkeitsprüfung ist der Triathlon des Pferdesports. Reiter und Pferd müssen gemeinsam eine Dressur-, eine Spring- und eine Geländeprüfung absolvieren. Am Ende gewinnt das Paar mit den wenigsten Minupunkten.

Wasserkomplex

… wenn sie auf einem Vielseitigkeitsturnier sind, und sie sehen mit einem Mal eine große Menschenmenge- das ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Wasserhindernis. Je höher die Prüfungsklasse ist, desto anspruchsvoller werden die Hinderniskombinationen, sodass sie einen Wasserkomplex bilden.

Julia Krajewski - Chipmunk FRH Bild: Thomas Koppers www.equipe-foto.de
Julia Krajewski – Chipmunk FRH / Bild: Thomas Koppers www.equipe-foto.de

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