Susanna Bordone:
Gefährliches Reiten: Zwei Monate gesperrt
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Die FEI hat an der italienischen Championatsreiterin Susanna Bordone ein Exempel statuiert: Die international erfolgreiche Vielseitigkeits- und Dressurreiterin ist wegen gefährlichen Reitens für zwei Monate gesperrt worden.
Das meldet www.eurodressage.com. Die Sperre erfolge, weil die Amazone in einem Zeitraum vom zwölf Monaten zwei Mal bei Events die Gelbe Karte für gefährliches Reiten erhalten habe, heißt es in dem Bericht. Genau genommen gab es die zwei Vorfälle innerhalb eines Monats: So hatte Susanna Bordone zum ersten Mal Gelb bei der Europameisterschaft in Fontainebleau gesehen, weil sie den Ritt mit Blue Moss fortgesetzt haben soll, obwohl sie nach drei Verweigerungen bereits ausgeschieden war. Fraglos muss nach einer Elimination der Ritt eingestellt werden. Susanna Bordone und Blue Moss wurden dann trotz des Ausscheidens und der Gelben Karte mit dem italienischen Team noch Mannschafts-Vizeeuropameister.
Eliminiert und weitergeritten
Schließlich gab es dann die zweite Verwarnung für die Reiterin, weil sie beim CCI**** im französischen Pau wieder nach der Disqualifizierung mit Blue Moss weitergeritten sei. www.eurodressage.com meldet, dass die Sperre ab dem 26. Oktober 2009 gegolten habe. Aus dem Bericht geht nicht hervor, ob sich der Ausschluss von Turnieren nur auf Vielseitigkeitsveranstaltungen oder auch auf Dressurprüfungen bezieht.
Offensichtlich ist allerdings, dass eine Sperre für den Vielseitigkeitssport, die von Ende Oktober bis Ende Dezember dauert, zumindest in europäischen Breiten praktisch wirkungslos ist, weil bekanntlich in dieser Zeit so gut wie keine Events stattfinden.
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Lesermeinungen
So werden Unfälle provoziert
... im Interesse der Susanna Bordone hoffe ich auf Wirkung. Möge diese kleine Sperre ein wenig behilflich sein beim "Einschalten des Gehirns"!! Ich habe Susanna schon öfter zuschauen dürfen und muss sagen: Allein das Hinschauen tat weh, so werden schlimme Unfälle von Reiter und Pferd ja direkt provoziert! Es gibt noch weitere "Susanne Bordons", auch in Deutschland, Gott sei Dank sind die in der Minderheit!
J. Lindner
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