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Bettina Hoy wird Nationaltrainerin

Bettina Hoy wird einen neuen Job antreten: Sie wird Nationaltrainerin. Im Sattel konnte sie bereits eine eindrucksvolle und vor allem auch langjährige Karriere hinlegen, auch als Trainerin hat sie ihre Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt.

Doch, obwohl es vielleicht auf der Hand läge,- sie wird keine deutsche Equipe trainieren. Bettina Hoy ist in den kommenden Tagen die Nachfolgerin von Martin Lips, dem vormaligen Nationaltrainer des niederländischen Championatskaders.

Derzeit hat Bettina nicht vor, ihre eigene Karriere ganz zu beenden. Sie möchte erst einmal den neuen Job antreten, und ihn mit ihren eigenen sportlichen Zielen verbinden.

Bettina Hoy ist damit die zweite deutsche Championatskaderreiterin nach Andreas Dibowski, die im Ausland Nationaltrainerin wird. Andreas Dibowski trainiert seit einiger Zeit die Polen.

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Bereits 1982 nahm sie an Weltmeisterschaften teil- das liegt nun 35 Jahre zurück. 35 Jahre im Spitzensport und einmalige Erfolge, die sie zu der Persönlichkeit machten, die sie heute darstellt. Vier Mal konnte sie Deutsche Meisterin werden, nahm an 9 Europameisterschaften, 5 Weltmeisterschaften und 3 Olympischen Spielen teil. Dabei bleibt sicher unvergessen das am Grünen Tisch verlorene Doppel-Gold von Athen mit Ringwood Cockatoo. Sicherlich war dies auch einer der prägendsten Momente für Bettina Hoy.

Ihr derzeitiges Spitzenpferd Designer, mit dem sie Teil der deutschen Equipe bei den Europameisterschaften 2015 in Blair Castle war, baute Bettina behutsam über Jungpferdeprüfungen auf. Mit ihm erzielte sie in den letzten beiden Jahren Top Platzierungen bei den 4* Klassikern in Badminton und Burghley und zeigte damit, dass sie weiterhin zur Weltspitze gehört. Mit Seigneur Medicott konnte sie als erste deutsche Reiterin den CCI3* Klassiker in Blenheim für sich entscheiden, ebenfalls ein dickes Ausrufezeichen.

Auch als Trainerin konnte Bettina Hoy schon einige Erfolge feiern: Sie betreut international einige Schüler, wie beispielsweise den Russen Alexandr Markov, der bei den Olympischen Spielen in Rio an den Start ging. Auch trainierte sie die Olympia-Reiter von London Rebecca Howard (Kanada), Carl Bouquart (Belgien), Will Coleman (USA) und Tiana Coudray (USA). Mit Althea Bleekman konnte sie bereits eine Niederländerin zum Championat begleiten, den Europameisterschaften in Malmö 2013. Die Britin Willa Newton brachte sie erfolgreich bis auf 4* Niveau. Auch in Deutschland trainiert sie erfolgreiche Nachwuchsreiter, wie Liam Böckmann und Jörn Warner.

Die Niederlande sind seit einigen Jahren sehr bemüht darum, viele erfolgreiche Reiter und Pferde für den Spitzensport zu gewinnen und zu erhalten. Sicherlich war die Qualifikation für die Olympischen Spiele nur ein Meilenstein, bei dem die niederländische Equipe Sechste wurde. Einige junge Sportler, wie Tim Lips und Merel Blom sind bereits Championats- und 4* erfahren.

Man darf gespannt sein, wie schnell Bettina Hoy und das Team zusammen wachsen. Dann hat Deutschland wohl, besonders nach dem Weggang von Chris Bartle, eine starke Konkurrenz mehr im Nacken sitzen.

Viel Erfolg, Bettina Hoy!