Vorbereitung auf Badminton 2010: Kai Rüder
Von Burnham Market über Belton nach Badminton
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Kai Rüders Badminton-Ride, der 11-jährige Hengst Leprince des Bois, hat, abgesehen von Anna Warneckes Twinkle Bee, die meiste Zeit, sich vor der Vier-Sterne-Herausforderung in England zu akklimatisieren: Der Dreiviertelblüter wird aller Voraussicht nach vor Badminton zwei Prüfungen auf der britischen Insel gehen.
Der Profi von Fehmarn möchte sich am Osterwochenende in Burnham Market mit Leprice auf vier Sterne einstimmen – allerdings nicht gleich auf Drei-Sterne-Niveau, sondern bei einer Zwei-Sterne-Prüfung. Mit im Reisegepäck: Saatenunion's Libero, Charlie Weld und Penelope. Nach dem Saisonauftakt plant Rüder einen 14-tägigen Trainingsaufenthalt bei Honorarbundestrainer Christopher Bartle, um dann zwei Wochen vor Badminton beim CIC*** in Belton Energie für die große Aufgabe zu tanken. "Beide Prüfungen finden in hügeligem Gelände statt, davon erhoffe ich mir einen deutlichen Konditionsschub", sagte Kai Rüder im buschreiter-Interview.
Der Hengst bleibt zurück
Und dann ist etwas Reiseakrobatik gefragt: Kai Rüder kehrt mit den drei Reisebegleitern von Leprince des Bois per Lkw nach Deutschland zurück, während die Pflegerin den Hengst in England bei Laune hält. Kai Rüder wird dann eine Woche vor dem Auftakt im Schlosspark des Duke of Beaufort mit dem Flieger nach England zurückkehren.
"Er hat nichts verlernt"
Kai Rüder und der Badminton-Kandidat haben eine knappe Woche Kaderlehrgang in Warendorf hinter sich. "Er hat nichts verlernt", sagte Rüder sichtlich gut gelaunt nach der offiziellen Trainingseinheit in der Reitsport-Bundeshauptstadt. Aber es stimmt schon: "Mit dem ganz großen Ernst haben wir das alles noch nicht betrieben, die Pferde müssen sich erst wieder daran gewöhnen, aus einer etwas höheren Geschwindigkeit zu springen. Man muss ihnen wieder ein bisschen mehr Selbstständigkeit am Sprung vermitteln. Außerdem sind sie alle ziemlich kernig und wollen die Luft rauslassen", berichtete Rüder.
"Perfekte Bedingungen"
Bevor in manchen Teilen Deutschlands am Wochenende der Winter zurückkam, hatten die Kaderreiter in Warendorf an den Tagen zuvor Glück mit dem Wetter: Bei ausgezeichneten Bodenverhältnissen hatten die Eventer Gelegenheit, das rund- und grunderneuerte Gelände an der Bundeswehrsportschule zu testen. "Perfekte Bedingungen", sagte Rüder.
Sehr gute Grundkonstitution
Was die konditionelle Vorbereitung des Hengstes auf Badminton angeht, macht sich Kai Rüder nicht das allergrößte Kopfzerbrechen. Der 11-Jährige mit Trakehner- und Vollblut im Pedigree verfüge über eine sehr gute Grundkonstitution und könne mit nicht allzu großem Aufwand fit gemacht werden. Dies geschieht durch veritable Dressur- und Springeinheiten sowie durch längere Trabstrecken und Galopparbeit auch in der Halle. Kai Rüder: "Und was das Wetter angeht: Ich hoffe, dass das jetzt der letzte Aufschrei des Winters gewesen ist."
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Kai-Rüder-Porträt (2009)
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