Vorbereitung auf Badminton 2010: Andreas Dibowki
Leons Galopp nicht auf englischem Rasen, sondern im Tiefschnee
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Mannschaftsolympiasieger Andreas Dibowski hält trotz widriger Witterungsverhältnisse an seinem Plan fest, mit seinem Hongkong-Pferd Euroridings Butts Leon beim Klassiker in Badminton zu starten.
"Wenn das Wetter durchhält, dann sind wir im Plan", sagte Dibo im buschreiter-Interview. Und für den Profi sind Eiseskälte und umglaubliche Schneemengen ein Spiel mit den Nerven: Gegen Jahreswechsel hatte er sich den 1. März als Stichtag für die Badminton -Entscheidung gesetzt; seit Andreas Dibowski im Leistungssport aktiv ist, kann es sich an keinen vergleichbaren Winter erinnern, Bedingungen, die das Training nachhaltig beeinflussen.
"Raus aus dem weichen Hallenboden"
"Wir waren fast acht Wochen an die Halle gefesselt, entscheidend ist, dass wir jetzt aus dem weichen Hallenboden rauskommen", sagte er. Inzwischen gibt es auch in Nindorf im Naturschutzpark Lüneburger Heide wieder Plustemperaturen. Dadurch sind immerhin die Straßen eisfrei, was sich Dibo auch wegen der Roadwork-Vorbereitung von Euroridings Butts Leon dringend gewünscht hat.
Während der extremen Kälteperiode hat Dibo immerhin aus der eisigen Not eine Trainingstugend gemacht: Leon durfte im Schnee galoppieren. Doch das Tauwetter hat dieses streckenweise ideale Terrain erst einmal wieder versaut: Die ehemals weiße Pracht ist sulzig-klebrig, so dass die schnelle Gangart erst einmal zugunsten der Bänder- und Sehnen-Abhärtung auf Asphalt zurückstehen muss.
"Noch ein Wintereinbruch und ich bin raus"
So ganz traut Andreas Dibowski der Wetterwende noch nicht und hofft auf weiter steigende Temperaturen: "Sollte es jetzt für eine oder zwei Wochen einen Wintereinbruch geben, dann bin ich für Badminton raus."
Aber vorerst gilt für das Mannschafts-Goldpaar von Hongkong im Hinblick auf die englische Vier-Sterne-Prüfung noch Plan A: Und der sieht vor Leon zwei lockere Vorbereitungsturniere vor – voraussichtlich die VM in Sahrendorf (3. April) und den CIC** in Kreuth unweit der tschechischen Grenze (14. bis 18. April). Andreas Dibowski hat die komfortable Erfahrung gemacht, dass der inzwischen 13-jährige Wallach sehr gut in heimischen Gefilden und auf "kleinem Level" für große Aufgaben vorzubereiten ist.
"Keiner wird nervös"
Auch Bundestrainer Hans Melzer ist mit Blick auf das WM-Vorbereitungsturnier in Badminton angesichts des anhaltenden Tauwetters allerbester Dinge: "Im Moment läuft alles noch nach Plan, bis jetzt wird keiner nervös, alle sind noch auf dem Zettel."
Weitere Badminton-Aspiranten sind - wie von buschreiter.de mehrfach berichtet - sind Simone Deitermann mit Free Easy NRW, Dirk Schrade mit Gadget de la Cere, Kai Rüder mit Leprince des Bois und Anna Warnecke mit Twinkle Bee. Fehlt noch jemand?
buschreiter-Report: WM-Vorbereitung
Interview mit Bundestrainer Hans Melzer
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