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Um ein Haar hätten Andreas Dibowski und FRH Serve Well den CCI**** gewonnen (Foto Kit Houghton)

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Badminton 2007

Ein Abwurf fehlte

zum Sieg

VON WOLF-DIETRICH NAHR

Badminton ist die Garantie für puren Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde. 2007 galt dies ganz besonders für die deutschen Eventer und deren zahlreichen Fans. Am Ende trennte Serve Well und Andreas Dibowski nur ein Abwurf von Lucinda Fredericks' Headley Britannia vom Sieg im englischen Klassiker der Klassiker. Dennoch ist der deutsche Auftritt im Schlosspark des Duke of Beaufort historisch zu nennen: Schließlich waren vier Paare mit dem Bundesadler auf der Schabracke unter den Top 11 von Badminton 2007. Endergebnisse, Bilderbücher! Badminton-Vorgeschichte

Das Finale im ausverkauften Reitstadion von Badminton ließ beim Publikum Puls und Blutdruck in die Höhe schnellen: Die australische Top-Reiterin Lucinda Fredericks machte es als letzte Teilnehmerin im Sattel von Headley Britannia hochspannend. Ein Mal fiel die Stange und ein weiterer Abwurf hätte Dibo mit FRH Serve Well ganz oben aufs Treppchen gehievt. Doch der deutsche Top-Eventer, der bei internationalen Championaten manchmal mit dem Glück haderte, durfte auch diesmal nicht vollends triumphieren: Die Schlussreiterin ließ nach dem ersten Abwurf trotz einer etwas nervösen und unrhythmischen Runde alles liegen und konnte später die legendäre Trophäe mit den drei Silberpferden in die Arme schließen. Andreas Dibowski dagegen hat nach drei souveränen und höchstklassigen Leistungen in Dressur, Gelände und Springen dennoch einen historischen Erfolg für sich und die deutsche Equipe eingefahren: Zusammen mit Ingrid Klimke und Sleep Late im Vorjahr reihte sich Dibo als einziger Deutscher in den erlesenen Kreis der Runners Up in Badminton ein – und er trat mit immerhin 44000 englischen Pfund die Heimreise an.

Noch einer mit Siegchance

Nach dem Cross am Samstag fand die deutsche Fangemeinde eine fast sensationelle Ausgangssituation für das Abschlussspringen vor: Drei Paare hatten sich nach Dressur und Gelände auf die Plätze 3, 4 und 5 geschoben. Das haben heimische Badminton-Touristen in der Geschichte der schwersten und renommiertesten Vielseitigkeit der Welt noch nicht erlebt. Auch das gab es noch nie: Ein weiteres deutsche Paar hatte immerhin eine theoretische Chance auf den Badminton-Sieg.

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