Buschpferde gehen nach Österreich
Hoffnungsträger mit Championats-Perspektiven ausgewandert
VON WOLF-DIETRICH NAHR
Austria auf Einkaufstour: Hoffnungsvolle Vielseitigkeitspferde aus "Piefke"-Land haben neue Ställe und Reiter in Österreich gefunden – darunter Quite Easy von Mannschaftsolympiasieger Frank Ostholt.
Wie der Olympiareiter auf seiner Website mitteilt, ist die achtjährige Stute Quite Easy (von Quattro B und Akita von Akitos xx) in das Eigentum einer namentlich nicht genannten Österreicherin übergegangen, die für sich selbst und ihre Kinder ein verlässliches Pferd für nationale Vielseitigkeitsprüfungen, aber auch für internationale Events bis zwei Sterne gesucht und gefunden hat.
"Die Stute bleibt im Sport"
Die neue Eigentümerin möchte namentlich nicht genannt werden, erklärte aber im buschreiter-Interview: "Die Stute wird sicher weiter im Sport bleiben."
Ostholt hat mit der Stute 2007 die WM der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion gewonnen und war ein Jahr später mit ihr an gleicher Stelle hoch platziert. Quite Easy habe maßgeblich zum Sieg bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Hünxe beigetragen, schreibt Ostholt auf seiner Internet-Seite.
"Jetzt hat es gepasst"
Quite Easy hat Frank Ostholt selbst gezogen. Eigentümer des Pferdes waren der Züchter und Reiter sowie der Vize-Generalsekretär der FN, Reinhard Wendt. Frank Ostholt im buschreiter-Interview: "Nicht jeder Züchter bringt es zum Weltmeister. Easy ist ja schon öfter ausprobiert worden, und das wussten auch die Bundestrainer, dass das Pferd auf dem Markt ist, wenn es passt. Und jetzt hat es gepasst."
Frank Ostholt ist im Moment "sehr gut bestückt mit Pferden", bei denen er teils Sponsorenunterstützung hat. Bei der eigenen Quite Easy habe er allerdings "jede Rechnung selber bezahlen müssen". Der Profi: "Das finanzielle Budget ist jedenfalls überschaubar." Zudem hat der Olympiareiter und Leiter des DOKR-Ausbildungszentrums schlicht auch Kapazitätsprobleme: "Ich habe in Warendorf einen Beruf und viel mehr Pferde schaffe ich nicht."
Pferd für EM-Reiter Sebastian Steiner
Noch ein aussichtsreiches Vielseitigkeitspferd ist von Deutschland nach Österreich gewechselt: Frantisek W v. Parforce u.d. Fantastic Dream xx wird künftig von dem österreichischen Nachwuchs-Championatsreiter Sebastian Steiner geritten. Neuer Eigentümer des fünfjährigen Wallachs ist Steiners Förderer Dietmar Mayer. Das Pferd kommt aus der Zucht der Sydney-Olympiareiterin Dr. Annette Wyrwoll aus Duggendorf bei Regensburg. Dort steht auch die Frantisek-Mutter, die Vollblutstute Fantastic Dream, die im März in der Oberpfalz voraussichtlich das achte Fohlen zur Welt bringen wird. Frantiseks Vater Parforce, Trakehner Elite- Hengst, ist erst kürzlich bei buschreiter.de porträtiert worden.
Bei buschreiter.de fündig geworden
Dem Vernehmen nach ist Sebastian Steiner übrigens auf Frantisek W durch eine Anzeige im Pferdemarkt von buschreiter.de aufmerksam geworden. Der Markt wird bekanntlich von vielen Reitern und Sponsoren der Vielseitigkeitsszene im In- und Ausland intensiv verfolgt. Schon zahlreiche Vierbeiner haben über den buschreiter-Pferdemarkt ihren Weg zu neuen Reitern gefunden.
buschreiter-Pferdemarkt
Parforce-Porträt
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