LESER-REAKTIONEN+++LESER-REAKTIONEN+++LESER
Erhobenen Hauptes nach vorne schauen
Trotz der herben Enttäuschung über die Entscheidung am grünen Tisch sei festgestellt, dass der Vielseitigkeitssport eine Welle der Sympathie und Solidarität erfährt. Wenn die Metzgersfrau hinter dem Tresen ob der Ungerechtigkeit der Medaillenvergabe in Rage gerät, bedeutet das einen Popularitätsschub, den wir - bei aller Enttäuschung - mitnehmen müssen. Man spricht über uns - und zwar positiv. Wann hat es das zuletzt gegeben? Wenn sich die drei anderen Reiternationen USA, Frankreich und England von sportlicher Fairness entfernt haben, sollte Deutschland umso stilvoller erhobenen Hauptes nach vorne schauen und Haltung bewahren. Leistungsmässig waren wir die Besten - das nächste Championat kommt.
Andreas Baumann, Kempen
Bei jedem Wettkampf sportlich deklassieren
Sportler in aller Welt sind auf eines angewiesen, um sich im Wettkampf miteinander auf faire Art und Weise messen zu können: Chancengleichheit!!! Jetzt reitet Frau Hoy zum Start und ihr wird durch einen Defekt an der Zeitnahme die wichtige Konzentrationsphase vor dem Start bzw. beim Beginn des Durchgangs genommen! Alle anderen Reiter hatten die Chance auf diese extrem wichtige Konzentrationsphase! Soll sie jetzt losreiten mit dem Gedanken, was denn nun wird, was ist mit der Zeitmessung, gilt der Durchgang, soll sie sich gelegentlich umschauen, ob ihr irgend ein Zeitnehmer zu winkt? Nein, das kann nicht sein! Also macht sie noch einen Anlauf! Die Konzentration ist sowieso schon dahin! Jetzt funktioniert die Zeitname und sie kann ihren Durchgang wenigstens beruhigt zu Ende reiten! Hut ab, das sie trotz dieser Umstände diesen famosen Ritt hinlegt!!!!!
Und dann kommen die Verbände aus GB, Frankreich und USA und erkennen diese großartige Leistung nicht an, nein, sie besitzen sogar die Frechheit und klagen gegen diese Wertung! Und bekommen auch noch Recht zugesprochen! Was ist aus Olympia geworden, wenn schon der gesunde Menschenverstand auf solche Art und Weise aussetzt? Wenn jetzt Frau Hoy, aufgrund der Umstände, ein Hindernis nach dem anderen gerissen hätte, weil ihre Konzentration dahin war und der deutsche Verband hätte dann protestiert, das wäre 10 mal mehr nachvollziehbar gewesen. Jetzt kann es nur heißen, trainieren bis zum "Umfallen" und diese Verbände bei jedem Wettkampf bestmöglich sportlich zu deklassieren!
M. Klein
Offener Brief an Bettina Hoy und das Team
liebe Bettina,
liebe ReiterInnen der deutschen Vielseitigkeitsmannschaft,
die Proteste und die Entscheidung des Sportgerichts sind wirklich ein Trauerspiel und eine Fehlentscheidung für den Sport und den olympischen Gedanken. Ich hätte es für ausgeschlossen gehalten, dass so in der Buschszene mit sportlichen Ergebnissen umgegangen wird. Wir haben die Atmosphäre auf den Vielseitigkeitsturnieren - ganz gleich ob unserer kleines Turnier in Offenbach-Rumpenheim oder in Luhmühlen - immer als besonders angenehm und familiär erlebt. Gegenseitige Hilfsbereitschaft und moralische Unterstützung ist selbstverständlich. Die Geschehnisse von Athen passen hierzu nicht. Tragt die Fehlentscheidung mit Selbstbewusstsein. Ihr seid alle ganz toll geritten und die wahren SiegerInnen. Dies kann nicht ausgelöscht werden. Ihr habt noch eins der französischen Mannschaft voraus, das Euch niemand mehr nehmen kann: Die grosse Freunde an Eurer gemeinsamen Leistung und die wunderbare Ausstrahlung als Team. Dies war nach Bettinas Ritt im Mannschaftsspringen direkt zu sehen und auch bei der Siegerehrung. Ihr seid mit Eurer Haltung Vorbilder und Sympathieträger für unseren grossartigen Sport. Protest und Rechtsweg seien anderen überlassen! Meine Haltung hat nichts mit der Nationalität zutun, sondern ausschließlich mit den Menschen und sportlicher Leistung. Herzliche Grüsse auch an Andrew und Karen.
Irene van Heemstra, Frankfurt/Offenbach-Rumpenheim
Pfeifkonzert für unsportliches Verhalten
Das ist ja wohl die grösste Sauerei die je passiert ist. Ich habe soeben den nachfolgen Text an die Französische und Britische Buschreiter Vereinigung, sowie an Nicolas Touzaint und William Fox Pit geschickt. Das ist meine persöliche Meinung zu dem ganzen. Ich denke wir sollte den Franzosen und Engländern klar machen, dass ihr Verhalten grob unsportlich ist und sie Medaillen haben, die sie nicht erritten haben. Ich glaube, denen ist gar nicht klar, dass sie mit diesem Verhalten den VS-Sport erneut in die Negativ-Schlagzeilen bringen. In den vergangenenen Jahren waren es verletzte und tote Pferde, die den Sport in Verruf bringen, diesmal sind es die Reiter selbst.
Nachfolgend mein Text: Congratulation for the Gold Medal for you and Your Team............ but how do You feel with this Medal.......A Medal not won on the track...a medal won by a decision of judges.....Shame on You and Your Team. I thought always the french (british) Riders were good Sportsmen, and when You´ve been to Germany on a tournament You always got our applause for a good ride. In the future you will only gain a whistle concert for your unsportive behaviour in Athens. What a pity how you destroyed a phantastic sport. Think about it. A disapointed fan of eventing sport.....
Steffen Stritt
Bestürzt und schnell wieder moderat
Was mich an den ganzen Vorgängen so besonders wütend macht, ist das abstoßende deutsche Kriechertum in der ganzen Angelegenheit. Während englische Richter ungeniert ihre Landsleute hochpuschen und der französische Trainer keine Probleme hat, für eine nicht erbrachte Leistung eine Medaille einzufordern, entscheidet der deutsche Vorsitzende des Richtergremiums in vorauseilendem Gehorsam prompt und umgehend gegen seine Landsfrau, ohne ihr ein Verschulden anlasten zu können. Er ist die Wurzel allen Übels. Wäre diese Entscheidung zu Ungunsten von Franzosen oder Engländern getroffen worden, es hätte Geschrei und Tumulte von Offiziellen und in der Presse ohne Ende gegeben. Auf deutscher Seite ist man bestürzt und schnell wieder moderat. Ich hätte einen Aufschrei in allen deutschen Medien erwartet, energische Proteste von Offiziellen inklusive der Infragestellung der Rechtmäßigkeit und Glaubwürdigkeit des Sportgerichtes CAS (wer hat da den Vorsitz?). Auch eine geschlossene Abreise aller Reiter wäre nicht überzogen gewesen. Bettina Hoy hat sich bereits schon einmal aufgrund einer unkorrekten Entscheidung (in Pau - ihr Pferd wurde kurzerhand nicht durch die abschließende Verfassungsprüfung gelassen, ein Franzose wurde dadurch Sieger) einen Sieg stehlen lassen. Der durch Herrn Hess, die Franzosen und das CAS angerichtete Schaden ist nicht nur ideell und materiell. Ich habe mein Interesse an dieser verlogenen albernen protzigen Veranstaltung Olympia endgültig verloren und wenn ich Bettina Hoy wäre, würde ich gemeinsam mit ihren Mitstreitern Herrn Hess verklagen. Zurückgeben würde ich die Medaillen ganz sicher nicht. Ich habe das Bedürfnis, den französischen Trainer zu fragen, was es für ein Gefühl ist, für eine nicht erbrachte Leistung die Gold-Medaille anzunehmen, und mich bei Herrn Hess für seinen Beitrag zur Glaubwürdigkeit des "olympischen Gedanken" zu bedanken. Vielleicht haben andere ähnliche Bedürfnisse.
Doris Neumann-Köllen
Protest gerechtfertigt und richtig entschieden
Ich war nicht in Athen dabei, habe aber den Ritt von Bettina Hoy im Fernsehen gesehen.
Tatsache ist doch (vermute ich), dass Bettina nach dem Glockenzeichen 2 x die Startlinie durchritten hat. Auf jedem Turnier im beruehmten Kleinkleckersdorf wird sowas mit 3 Fehlern bzw bei Vielseitigkeiten mit 4 Fehlern + der tatsaechlich seit dem ersten Passieren der Startlinie gebrauchten Zeit bewertet. Irgendwo muss eine komplette Zeit gemessen worden sein, denn es wurden ja nach dem Protest entsprechende Zeitfehler addiert. Die Entscheidung in Kleinkleckersdorf waere wohl gewesen, Bettina mit 4 Fehlern und der handgestoppten Zeit der Richter (die es hoffentlich auch in Athen gab) zu platzieren. So wurde es dann auch nach dem ersten Protest entschieden unter Mitbeteiligung von Herrn Hess, dem wohl keiner Deutschen-Feindlichkeit oder mangelnde Regelkenntnis vorwerfen wird. Der eigendliche Fehler war wohl, dass das Richterkollegium in einem ungluecklichen Augenblick den Start freigab, aber nicht fuer die entsprechende Zeitnahme gesorgt hat. Hierzu koennte man den deutschen Richter Herrn Hess ja mal um eine Stellungnahme bitten. Kurz und gut: Von einer Olympiateilnehmerin wuerde ich erwarten, dass sie weiss, dass man nach dem Glockenzeichen nicht mehr beliebig oft durch die Startlinie reiten darf. Insoweit ist der Protest wahrlich gerechtfertigt und auch letztendlich richtig entschieden worden so leid einem das fuer die deutschen Teamkollegen auch tun mag. Jetzt auf Schiedsgerichten herumzuhacken und die Protesteinleger zu misskreditieren, ist meines Erachtens nicht das richtige Verhalten.Dr. Helmut Mett
Man kommt sich vor wie im Kindergarten
Habe gerade Ihren ausgezeichneten Bericht über das Hickhack, wegen der Goldmedaillen gelesen. SIE HABEN ABSOLUT RECHT und bringen die Angelegenheit auf den Punkt. Als überzeugter Vielseitigkeitsfan kommt man sich vor, wie im Kindergarten. Die Franzosen sollte sich ein Beispiel an dem österreichischen Schwimmer nehmen. Weiter so.
Dagmar Kirsch, RZV Lechtal
+++++++++++++++++++++++++++++++
Guter Kommentar! Weiter so, bin begeisterter buschreiter.de Leser.
Hans Steisslinger, Buxtehude
© Verlag Nahr, D-93047 Regensburg/Germany, Weintingergasse 4
Werben in buschreiter.de?E-Mail
verlag-nahr@buschreiter.de