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Events 2012

Nicht immer gehen Stürze im Gelände glimpflich ab. Leider sind in Einzelfällen auch die Notärzte mit besonderen Kenntnissen gefordert (Archivfoto Julia Rau)

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Projekt „Rettungsärzte für die Vielseitigkeit“

Ausbildungs-Offensive für Notfälle

Der Club Deutscher Vielseitigkeitsreiter (CDV) möchte sich für mehr Sicherheit auf Vielseitigkeitsveranstaltungen einsetzen. Das Ziel dieses Projektes ist eine kontinuierliche Förderung der Ausbildung von Rettungsärzten bis hin zum Einsatz auf Vielseitigkeitsveranstaltungen.

Leider haben Aktive und Organisatoren von Events in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass bei Stürzen die notärztliche Erstversorgung  vor Ort nicht immer optimal gewährleistet war. Dieses CDV-Projekt soll langfristig diese Lücken schließen und für mehr Sicherheit im Vielseitigkeitssport sorgen.

Zu diesem Thema sind nicht nur die Ärzte gefragt. Die Sportler und damit betroffenen Personen sollte ihre Meinung dazu äußern. In Kürze wird auf der Internetseite www.cdv-news.de zu diesem Projekt ein Link eingestellt, mit dessen Hilfe Meinungsäußerungen möglich sind. Aber auch über buschreiter.de können Betroffene ihre Ansichten zum Ausdruck bringen. Anregungen und Feedback sind auch gerne per Email (info@cdv-news.de) willkommen. In einer Mitteilung des CDV heißt es dazu: "Wir erhoffen uns eine Teilnahme von möglichst vielen Aktiven an dieser Umfrage, da wir uns nur so ein Bild von der jetzigen Situation und der Sicht der Reiter machen können."

Aber auch Ärzte sind gefragt! Ärzte mit Interesse an einer Weiterbildung zum Rettungsarzt in der Vielseitigkeit können sich beim Vorstand des CDV per Email melden. Bereits ausgebildete Ärzte, die bei dem Projekt aktiv mitarbeiten möchten, sind willkommen.

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Lesermeinungen

Komplexe Traumatologie

Gutes Thema, wenn ich was beitragen kann?Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass einfache Landärzte, die vom Veranstalter als Tunierärzte eingesetzt werden, oft nicht den Anforderungen einer komplexen Traumatologie des verletzten Vielseitigkeitsreiters gerecht werden.

Hier sollte man erfahrene chirurgische Notärzte einsetzen, die das Verletzungsausmaß beurteilen können und die richtigen Sofortmassnahmen einleiten und durchführen können. Auch für die Transportdienste bedarf es einer guten Koordination, damit nach Anweisung des Notarztes ein angemessenes Transportmittel angefordert werden kann. Merke: Nicht immer reicht der einfache Rettungswagen des Kreisverbandes aus.

Prof. Norbert M. Meenen

Sektionsleiter Pädiatrische Sportmedizin, Gelenk-und Knorpelchirurgie, Altonaer Kinderkrankenhaus, Hamburg Medizinischer Sicherheitsberater FN und DOKR

 

Einen richtigen Notarzt

Dem Beitrag von Herrn Prof. Meenen kann ich nur zustimmen. Wir haben doch schon alles. Die Veranstalter brauchen nur beim ortlichen, öffentlichen Rettungsdienst einen Rettungswagen und einen "richtigen Notarzt" bestellen. dieser kann dann während des Geländerittes vor Ort sein.

Solche qualifizierten Teams kosten aber mehr als der "Rettungswagen des Kreisverbandes". Und sie wären auch in der Lage, eine optimale Versorgung, Transport und Krankenhauswahl durchzuführen. Ich wäre gerne bereit, die Mehrkosten zu zahlen. Man kann doch, analog zu den MCP-Gebühren, eine zusätzliche Summe fordern.

Dies sollte es uns wert sein. Und es geht fast sofort.

Ulf Zemann

Wichtige Qualifikationen

Die im Vorfeld von Prof. Meenen und Herrn Zemann berichteten Unterschiede zwischen einfachen "Landärzten" und "richtigen" Notärzten ist schon prinzipiell richtig. Damit ist gemeint, dass es einen klaren qualitativen Unterschied macht, ob erfahrene Rettungsärzte eingesetzt werden, die auch sonst regelmäßig im Rettungsdienst tätig sind, oder ob grundsätzlich die Qualifikation als Arzt ausreicht.

Auch Ärzte, die im Rettungsdienst tätig sein wollen, brauchen eine spezielle Ausbildung, deren Anforderungen in der letzten Zeit angehoben worden sind. Die alte Fachkunde Rettungsdienst wurde durch die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin ersetzt.

Ich denke, dass für Vielseitigkeitsturniere ausschließlich Ärzte eingesetzt werden sollten, die eine dieser beiden Qualifikationen haben und ein regelmäßige Teilnahme am Rettungsdienst nachweisen können. Alternativ dazu könnte es spezielle vorbereitende Kurse geben, um interessierte Ärzte, die keine Rettungsmediziner sind, in die besondere Bedeutung der Reitunfälle einzuweisen.

Dr. med. Klaus Herrmann

Facharzt für Innere Medizin - Notfallmedizin, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Sozialmedizin

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