Buschreiter. de Ð aktuell: WM-Verfassung/Mittwoch

Schrecksekunden fŸr deutsches Team

VON WOLF-DIETRICH NAHR (TEXT UND FOTOS)

Die erste Klippe auf dem Weg zu einer mšglichen Medaille bei den Weltreiterspielen in Aachen ist genommen: Alle sechs deutschen Eventer haben am Mittwoch ihre Pferde bei der ersten VerfassungsprŸfung in ausgezeichnetem Zustand vorgestellt. Dennoch blieben dem deutschen Team einige Schrecksekunden nicht erspart.

Frank Ostholts Air Jordan wurde nach dem ersten Vortraben nochmals auf den Laufsteg geschickt: Das Olympiapferd des Warendorfer Berufsreiters erhielt nicht im ersten Anlauf das ãpassedÒ der Jury, Angela Tucker (Gro§britannien), Brian Ross (USA) und Martin Plewa. Schlie§lich musste Ostholt seinen Vierbeiner nochmals vortraben. Erst dann passierte das Pferd die VerfassungsprŸfung. Welche UnregelmЧigkeit des Gangwerkes von Air Jordan das Misstrauen der Richter und der VeterinŠre erregt hatte, blieb unklar. Eine, nicht-offizielle, FEI-VeterinŠrin konnte sich im GesprŠch mit Medienvertretern hinterher die Beanstandung auch nicht erklŠren. Air Jordan trabte jedenfalls frisch und gleichmЧig Ÿber den Kies des Aachener Stallbereichs. Die anderen heimischen Pferde wurden gleich durchgewunken: Bettina Hoy (mit schwarz-rot-goldener Haartšnung) und Ringwood Cockatoo, Hinrich Romeike und Marius, Ingrid Klimke und der Championats-Altmeister Sleep Late, Dirk Schrade (in Uniform) und Sindy. Andreas Dibowski stellte als einziger deutscher Eventer seine beiden Pferde vor, obwohl er sich bereits am Samstag fŸr Serve Well als WM-Option entschieden hatte. Jedenfalls  erschien Dibo bei der ersten Verfassung auch mit Little Lemon. Offensichtlich wollen Reiter und Trainer fŸr alle EventualitŠten die Mšglichkeiten ausschšpfen und das Pferd der Wahl zum letztmšglichen Zeitpunkt kurz vor Beginn der Dressur bestimmen. Bange Minuten hatte wieder  einmal Andrew Hoy durchzustehen: Er wurde von der Jury mit dem 15-jŠhrigen Rappen Master Monarch in die Holding Box geschickt. Die Sorgenfalten auf der Stirn von Andrew Hoy waren letztlich unbegrŸndet: Das Pferd bekam das okay der Jury. Einen Grund, einen Ÿber den Durst zu trinken, hat dagegen der irische Reiter Mark Kyle, dessen 16-jŠhriger Schimmelwallach Drunken Disorderly nicht Ÿber die erste VerfassungsprŸfung hinauskam. Auch der zweite Auftritt nach der Holding Box Šnderte nichts an dem eindeutigen Befund: Das Pferd ging deutlich lahm.

 

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