Deutsche Meisterschaft Junioren/Junge Reiter
Amazonen mit Start-Ziel-Sieg
Julia Krajewski (Nordhorn) und Franca Lüdeke (Bonn) sind die neuen Deutschen Meister in den Altersklassen Junge Reiter beziehungsweise Junioren in der Vielseitigkeit.
Beide Reiterinnen setzten sich bei den Titelkämpfen im sachsen-anhaltinischen Hohenberg-Krusemark mit einem Start-Ziel-Sieg gegen die Konkurrenz durch. Bereits in der Dressur distanzierte sich Julia Krajewski vom übrigen Starterfeld, blieb mit Lost Prophecy als Einzige unterhalb der 40-Punkte-Marke und kam ohne Fehler durchs Gelände. Nur zuletzt fügte sie ihrem Dressurergebnis im Springen noch vier Strafpunkte für einen Abwurf hinzu. Das bedeutete einen Endstand von 43,2 Minuspunkten und damit den ersten Deutschen Meistertitel für die 19-Jährige, die als Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit in Warendorf lebt und trainiert. Porträt
Silber für den Jüngsten
Auf dem zweiten Platz landete der Jüngste im Starterfeld der Jungen Reiter (bis 21 Jahre): Alexander Bontemps (17) aus Salzhausen mit Assja. Er blieb sowohl im Gelände als auch im Springen ohne Fehler (Endstand 45,8) und sicherte sich damit die Silbermedaille. Dritter wurde wie schon vor zwei Jahren bei den Junioren der diesjährige Preis-der-Besten-Gewinner Benjamin Winter (19, Dortmund) mit Wild Thing Z (46,5).
Sonderehrenpreis für Vorbereitung
Pech im Springen verhinderte dagegen einen Medaillenerfolg der sachsen-anhaltinischen Favoritin Antje Deparade (Engersen). Sie fiel mit Abwürfen im Springen vom zweiten Platz nach Dressur und Gelände auf Rang sechs zurück, durfte sich dafür aber über einen Sonderehrenpreis für die gute Vorbereitung ihrer Stute Komtess freuen. Mit dem "Sonderehrenpreis Vorbereitungsplatz" ausgezeichnet wurden auch ihre jüngere Schwester Sabine Deparade sowie Isabell Wahler (Bad Bevensen), die bei den Junioren an den Start gingen.
Viele neue Paare
Die Nase vorn bei den Junioren hatte die Vorjahres-Dritte und -Ponymeisterin Franca Lüdeke (17) mit Ex-Bundeschampion Parlando. Auch sie setzte sich mit nur 31,7 Minuspunkten in der Dressur frühzeitig von dem aus vielen neuen Paaren bestehenden Teilnehmerfeld ab und musste zuletzt wie Krajewski lediglich einen Springfehler im Parcours in Kauf nehmen (Endstand 35,7). Damit trennten sie am Ende über zehn Punkte von Melanie Held (15, Massenhausen) mit Salino TSF, die mit 46,2 Minuspunkten die Silbermedaille holte. Bronze ging an den für den Landesverband Hannover reitenden Henning Würz (17) aus Bad Segeberg mit Landino (48,8).
Stattliche Ausfallquote
Rüdiger Schwarz' Geländestrecken in den beiden langen Prüfungen stellten erhebliche Anforderungen an die Nachwuchspaare. Dies spiegelte sich aus in der Ausfallquote im Cross wider. Nach dem CCI*-Gelände waren es 16 Reiter und Pferde, die nicht mehr in der Wertung waren. Der CCI** hatte eine Gesamtausfallquote von 17 Paaren.
Im CCI* erwies sich der Hinderniskomplex 4 als außerordentlich selektiv: An einem schmalen Element, nach Bürste und Wall auf gebogener Linie zu reiten, gab es eine ganze Serie von Stehern und Vorbeilaufern. Der analoge Hinderniskomplex im CCI** mit einer etwas anderen Linienführung erzeugte auch einige Verweigerungen. Fast zur Klippe wurde allerdings am Ende des CCI**-Cross ein Eckenelement nach einem Wasserkomplex. Dort hatte der Course Designer keine Alternative vorgesehen. Für einige Paare war nach dem ersten Stopp Endstation.
fn-press/buschreiter.de
Detaillierte Ergebnisse unter www.pferdesport-krusemark.de
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